16.06.2022

Das SnowpenAir ist Geschichte

Das 23. SnowpenAir vom 26. und 27. März 2022 ist am neuen Standort beim Grindelwald Terminal erfolgreich über die Bühne gegangen. Trotzdem wird es kein weiteres SnowpenAir an diesem Standort geben. «Die Einzigartigkeit des ursprünglichen Standorts auf der Kleinen Scheidegg kann nicht getoppt werden», begründet der Jungfraubahnen Direktor und Festival-Gründer Urs Kessler den Entscheid.

Die natürliche Schnee-Arena auf der Kleinen Scheidegg, umrahmt von Eiger, Mönch und Jungfrau sowie dem Depot und den Zügen der historischen Jungfraubahn, ist ein Festival-Standort auf über 2000 Metern über Meer wie gemacht für ein Musik-Festival gegen Ende der Wintersaison. «Wir bedauern es sehr, dass das SnowpenAir nach 22 Ausgaben auf der Kleinen Scheidegg wegen eines Deals rund um das V-Bahn-Projekt nicht mehr dort durchgeführt werden konnte», hält Urs Kessler, Direktor der Jungfraubahnen, fest.

Eigentlich hätte die 23. Ausgabe des SnowpenAirs am 4./5. April 2020 ein letztes Mal auf der Kleinen Scheidegg stattfinden sollen. Corona verhinderte das, wie auch im Jahr darauf. «Somit wäre ja die nun erfolgte 23. Ausgabe eigentlich die 25. Ausgabe gewesen», sagt Kessler schmunzelnd. Deshalb sei nun ein guter Zeitpunkt, um einen Schlussstrich zu ziehen. «Wir hatten dieses Jahr nochmals schönes, warmes Wetter, über 20'000 begeisterte Gäste und tolle Bands, Sängerinnen und Sänger sowie eine grosse Medienpräsenz im In- und Ausland, das ist ein passender Abschluss.»

Herausforderungen gemeistert

Der neue Austragungsort auf dem leicht ansteigenden Areal in Grindelwald Grund mit Blick auf den Grindelwald Terminal und die Talstation des Eiger Express brachte bei der Planung durch den Umzug von der Kleinen Scheidegg runter nach Grindelwald einige logistische Erleichterungen, aber auch neue Herausforderungen mit sich. Ein grosser Teil der Planung begann am neuen Austragungsort bei Null. «Dank des schönen Wetters hat alles gut funktioniert, aber bei schlechtem Wetter wäre der Standort nicht geeignet», erklärt Kessler. Auf der Kleinen Scheidegg hätte die Geschichte des SnowpenAirs weitergeschrieben werden können.